Unser neuer Mitarbeiter in Deutschland

Ein neuer Schwerpunkt: Arbeit unter Migranten

Mein Name ist Willi Ferderer, ich bin 51 Jahre alt und fühle mich, trotz grauer Haare, noch recht jung. Vor allen Dingen macht es mir Freude, Neues zu lernen. Ich bin seit 29 Jahren mit Maria verheiratet. Wir haben 3 erwachsene Töchter, von denen 2 verheiratet sind. Jeder von uns ist in einem anderen Land geboren: Ich selbst bin als Kind von verschleppten Deutschen in Russland geboren und 1973 mit meinen Eltern als "Heimkehrer", wie man uns damals nannte, nach Deutschland gekommen. Bei Maria war es ähnlich, sie kam mit ihren verschleppten Eltern ein Jahr später aus Kirgisien. Unsere Töchter sind in Deutschland, Kanada und im Senegal geboren. Wir sind also eine Familie mit "Migrationshintergrund" und haben schon mehr als 20 Umzüge hinter uns.

Wir arbeiteten in zwei ev. freikirchlichen Gemeinden, lebten in der Missionszentrale des "WEC- International" in Eppstein, und später während unserer Sprachstudien in Kanada (2 Jahre). Dann waren wir in der Missionsarbeit im Senegal (10 Jahre) und danach wieder in verschiedenen Gemeinden und Missionswerken in Deutschland tätig. Zuletzt setzte ich mich 5 Jahre lang, als Missionssekretär und Geschäftsführer, halbzeitig in einem kleineren Missionswerk ein und arbeitete parallel dazu in einer Gemeindegründungsarbeit in Kaiserslautern, in Verbindung mit zwei älteren Mennonitengemeinden, mit.

Ich habe mich 1972 in Russland, während der allgemeinen Christenverfolgung, zu Jesus Christus bekehrt. Seit dieser Zeit versuche ich mein Leben für seine wunderbare Sache sinnvoll einzusetzen. Auch wenn ich manchmal versagt hatte, blieb er mir doch treu und gebrauchte mich gerade in Zeiten der Schwäche und bei Problemen. Dankbar bin ich für eine Reihe von Menschen, die regelmäßig für mich (viele Jahre) gebetet haben, so z. B. eine Frau, die schon 1975 davon überzeugt war, dass Gott mich im vollzeitlichen Dienst gebrauchen wollte und damals für meine theologische Ausbildung und später für meinen Dienst betete. 

Nun hat mich die Allianz-Mission zum 01.01.2011 zu einer Arbeit unter Migranten in Europa -  in enger Verbindung mit den FEG?s - berufen. Es wäre gut, wenn Sie für uns und unseren neuen Dienst beten!

Maria und Willi Ferderer - w.ferderer(at)allianz-mission.de

 

Sie können unseren Migrationsbeauftragten zu Vorträgen in Ihre Veranstaltung (Gemeinde, Hauskreis... Wochenendfreizeit)  einladen - u.a. auch zu den folgenden Themen:

 

- Muslime verstehen, Jesus bezeugen,

- Evangelistische Migrantenarbeit - wozu?

- Ganzheitliche (missionarische) Migrantenarbeit

- Modelle missionarischer Gemeindearbeit

- Kontextualisierte Missionsarbeit vor der Haustür

- Jesus fröhlich bezeugen! - Ratschläge f. das evangelistisch-seelsorgerliche Gespräch

- Unser unvergleichlich missionarischer Gott

- Das missionale NT-Gemeindeverständnis

- Missiologische Prinzipien in der Apostelgeschichte

- Mission in globaler Perspektive

...

 

Predigten /Andachten:

- Die Erlösungsangebote der Weltreligionen, Jesus und wir

- Gesandt wie Christus?

- Gebetskampf als Teil der missionarischen Arbeit

- Wir lieben, weil ER uns zuerst geliebt hat

...

 

 

Reinhart Henseling (r.h.) interviewt den neuen Migrationsbeauftragten der AM Willi Ferderer (w.f.)     

         

r.h.: Du bist bei der AM und den FEG´s noch unbekannt. - Siehst du ein Problem?

w.f.: Ja, das stimmt, aber ich sehe dies nicht als ein Hindernis. Ich war bis jetzt mehrmals so geführt worden ein "Quereinsteiger" in Gemeinden / Gemeindebünden und Werken zu sein. Es ist ein Neuanfang, der zusätzlich Zeit und Kräfte kostet, aber es war immer lohnend.

r.h.: Du wirst in der neuen Aufgabe mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen in Kontakt kommen - was ist das für eine Aussicht für dich?

w.f.: Es fällt mir nicht allzu schwer mit Menschen anderer Prägungen und aus fremden Kulturen Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Darin sehe ich eine Bereicherung, die wir in der internationalen Gemeinde Jesu haben können. Wir haben auf verschiedenen Kontinenten gelebt und gearbeitet - darin haben wir viele gute Erfahrungen gemacht.

r.h.: Welche Kontakte hast du bisher zu den FeG-Gemeinden gehabt?

w.f.: Ich habe mich zuerst mit etlichen FeG-Publikationen beschäftigt. Bei einem Einsatz in Südtirol habe ich vor langer Zeit Diethelm und Peter Strauch kennen gelernt. Einer meiner Schwiegersöhne kommt aus einer FeG und unsere neue Heimatgemeinde ist auch eine FeG.

r.h.: Wie kam es zu deiner Berufung?

w.f.: In verschiedenen Gesprächen mit dem Präses des Bundes, einzelnen Bundessekretären, dem Missionsleiter und einigen Missionssekretären der AM hat es sich herausgestellt, das ihre Vision im Blick auf eine neue Migrantenarbeit und die Gründung neuer ethnischer FeG-Gemeinden sich stark mit meinem Anliegen für Deutschland deckt. Jetzt wurde ich vom Vorstand der AM in Absprache mit der Bundesleitung berufen. 

r.h.: Welche Ideen hast du zu deinem neuen Wirkungsbereich?

w.f.: Ich habe aufgrund meiner Erfahrungen in Mission und Gemeinden viele Ideen, will aber erst mal eine Bestandsaufnahme machen und sehen, was schon im Bereich Migrantenarbeit von der AM und den FeG-Gemeinden geschieht. Es soll ein spezieller Arbeitskreis aus Vertretern des Bundes und der AM gegründet werden - ich bin auf unser gemeinsam erarbeitetes Konzept gespannt.

r.h.: Welche Wünsche, Hoffnungen... Erwartungen hast du an diese Arbeit?

w.f.: Ich möchte motivierend in den Gemeinden präsent sein und werde zuerst einmal viele Kennenlern-Besuche machen und hoffe, dabei ein Netzwerk von Kontakten erstellen zu können. Ich bin offen für Einladungen in Gemeinden, Hauskreise... Senioren- oder Jugendgruppen*. Gerne biete ich Veranstaltungen zu besonderen Themen an (Islam, Integration... Arbeit mit Migranten). Außerdem wünsche ich mir viele ehrenamtliche Mitarbeiter zum Austausch und zur Multiplikation unseres Anliegens für, von und mit Migranten.

r.h.: Das hört sich nach vielen guten Ideen und einem vollen Programm an!

w.f.: Ich wünsche mir viel Fürbitte von Missionsfreunden und FeG-Mitarbeitern! Darüber hinaus bete ich, dass es zu manchen neuen Gemeindegründungen kommt und zur Integration von neuen ethnischen, bzw. Gemeinden von Volksdeutschen mit Migrationshintergrund (z.B. auch von  Russlanddeutschen), die sich dann wieder selbst multiplizieren. Ich bin davon überzeugt, dass diese gemeinsame, und multiethnische missionarische Arbeit in den nächsten Jahren sehr entscheidend sein wird für die Ausbreitung des Reiches Gottes.

r.h.: Vielen Dank für dieses Kurz-Interview, Willi und herzlich willkommen im AM-Team hier in Ewersbach.

 

*Wenn Sie unseren neuen Mitarbeiter Willi Ferderer in Ihre Gemeinde einladen wollen, melden Sie sich bitte zwecks Terminabsprache bei unserer Kollegin Jutta Lauber:             02774 93- 14-23 begin_of_the_skype_highlighting            02774 93- 14-23      end_of_the_skype_highlighting      

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