Rahel in GriechenlandΓεια σας!

 

Halli hallo, ich bin Rahel, 18 Jahre alt und mache mein Auslandsjahr in Athen, Griechenland. Ich wohne in einem Freizeitheim das direkt neben dem Altenheim Λωιδα - oder auch “Lois“ - liegt. In diesem arbeite ich fünf Tage die Woche, wobei meine Arbeit extremst abwechslungsreich sein kann. Einmal gibt es die Arbeit mit den Alten: da begleite ich die teilweise dementen Senioren in den Speisesaal, ihr Zimmer oder Versammlungsräume, wenn sie es nicht mehr alleine können. Oder ich helfe ihnen beim Essen, spiele mit ihnen, gebe ihnen Saft und motiviere sie mitzusingen, wenn wir uns einmal die Woche mit einem Gitarristen treffen und musizieren. Außerdem bin ich manchmal einfach nur da, um die Hand zu halten, was sehr angenehm sein kann, mal kurz eine Pause von allem zu haben.

Dann gibt es noch die Arbeit für die Alten: da steht hauptsächlich putzen und bügeln an. Der Speisesaal wird täglich geputzt, die Wasserspender und der Aufzug müssen ebenfalls gereinigt werden, im Garten wird gefegt und im Fernsehzimmer gewischt. Die Klamotten der Senioren werden alle gebügelt, von daher gibt es in der Wäscherei immer etwas zu tun.

Das Gute hier ist, finde ich, dass man ganz frei sagen kann, wenn man eine bestimmte Aufgabe nicht machen möchte. Ich habe am Anfang auch das Füttern der Personen durch Bauch und Nase ausprobiert, aber dann ganz schnell gewusst, dass ich das nicht machen kann. Und das wurde natürlich akzeptiert. Wir wurden gleich am Anfang gefragt, was wir eher machen möchten: putzen oder mit den Senioren arbeiten. Da meine Mitbewohnerin Marianne und ich uns schnell einig geworden sind, wer welchen Schwerpunkt haben möchte, kann ich echt sagen, dass ich die Arbeit hier liebe. Um ehrlich zu sein, ich war nie der größte Fan von Putzen, aber irgendwie macht es mir hier nichts mehr aus. Ob es daran liegt, dass ich es deutlich weniger mache, als meine Mitfreiwillige, oder daran, dass es nicht mein eigenes Zuhause ist, was ich putze und ich das alles freiwillig tue, um den Menschen hier zu helfen, weiß ich nicht. Aber es lässt sich sagen, dass die Arbeit hier vielfältig und praktisch ist und mir sehr Spaß macht. Das einzige, was die Stelle in Griechenland nicht bieten kann, ist die aktive Gemeindearbeit mit Andachten und Gottesdienstgestaltung.

Eine weitere Sache, die viele Vorteile bietet, ist die Tatsache, dass Athen die Hauptstadt von Griechenland ist. Hier gibt es viele unterschiedliche Kirchen, wo man sicherlich in einer davon eine geistliche Heimat finden kann. Es gibt hunderte von Möglichkeiten für ein neues Hobby und auch jede Menge Dinge zu sehen, zu erleben und auszuprobieren. Mein persönliches Highlight war Paintball, nur so am Rande. Eine Hauptstadt hat natürlich auch Nachteile, zum Beispiel die vielen Streiks von Bus und Bahn oder der Geräuschpegel nachts. Wobei mich das alles nicht all zu sehr betrifft, da ich direkt neben meiner Arbeit wohne und das Altenheim in der „reichen“ Gegend liegt, wo nicht viel Verkehr ist. Eine gewisse Selbstständigkeit erwirbt man innerhalb eines Auslandsjahres sicherlich, wobei wir hier zum Beispiel nicht selber kochen müssen, sondern in der Gemeinschaftsküche essen, wo alle Mitarbeiter des Altenheims zu Mittagessen. Was Transportmittel und die Organisation der Freizeit betrifft, sind wir aber natürlich auf uns alleine gestellt.

Zusammenfassend kann ich behaupten, dass die Arbeit hier abwechslungsreich und eher praktisch, als theoretisch, ist. Athen ist eine großartige Stadt, um etwas zu erleben, den Sprung aus dem Nest zu wagen und über sich hinauszuwachsen. Allgemein ein Auslandsjahr ist sehr zu empfehlen.

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