Stein auf Stein
Eindrücke von einem Baueinsatz in Russland
"Wir beten um ehrenamtliche Handwerker für einen Arbeitseinsatz in Saratov." Wenn man wie Jürgen Peeck (82) ein Mensch ist, dem es so viel Freude bereitet, andere mit seinem handwerklichen Können zu unterstützen, bleibt dieser Aufruf der Allianz-Mission nicht lange ungehört. "Während ich dafür betete, erreichte mich der Ruf, mich selbst für den Einsatz zu bewerben und das tat ich", erzählt der Senior, der von seinen Erfahrungen noch immer überwältigt ist. Schon nach wenigen Wochen sollte die Reise nach Russland für Jürgen Peeck beginnen.
Zusammen mit zwei weiteren Rentnern, einem Berufstätigen und einem Abiturienten ging es im Sommer per Flug über Moskau nach Saratov und dann weiter in das kleine Dorf Kuvyka. Dort sollten die Männer den Bau eines Reha-Zentrums für Alkohol- und Drogenabhängige unterstützen. "In Saratov angekommen, den Einsatzort angeschaut und gedacht: Wo fangen wir zuerst an?" Mit diesen Worten beschreibt Jürgen Peeck seinen ersten Eindruck. "Wir Deutschen stellen uns unter einem Reha-Zentrum etwas anderes vor." Der Betreiber der Anlage, Fjorgor Nuss, erklärte den Helfern, dass es in Russland auf dem Land besonders wichtig sei, sich selbst versorgen zu können. Aus diesem Grund war die fundamentale Aufgabe der Bau eines Kuhstalls. "Obwohl keiner der Männer Erfahrungen als Maurer oder Zimmermann hatte, ging die Arbeit gut von der Hand." Doch nicht nur die ungewohnte Arbeitsweise sondern auch die anderen Gegebenheiten waren eine Umstellung für den Senior. "Die Dusche war ein Holzbau und oben drauf eine Tonne aus der das Wasser auf den Kopf rieselte. Und wenn man auf Toilette ging und die Tür nicht zumachte, kriegte man Besuch von den Hühnern.", beschreibt Jürgen Peeck mit seinem ansteckenden Lachen. Obwohl das Leben in Russland so anders ist, merkt man ihm sofort an, wie positiv diese Erfahrungen für ihn waren. Auch wenn es auf den ersten Blick ein Verzicht ist, ist es im gleichen Moment eine Bereicherung. "Wenn man mich fragt, wie es mir gefallen hat, würde ich immer sagen: Es war sehr schön! Die Gemeinschaft mit den Brüdern war sehr harmonisch. Wir haben einer dem anderen geholfen und uns im Gespräch unterstützt. Wenn man mich fragen würde, ob ich wieder hinfahren würde, würde ich sagen: Ja, wenn Gott mich ruft, würde ich wieder hinfahren."
Linda Peeck
Die Autorin arbeitet als freie Journalistin in Hamburg
Handwerker für Baueinsatz gesucht
Für einen Baueinsatz in Atkarsk im Saratov-Gebiet in Russland sucht die AM ein Handwerker-Team. Der Aufenthalt ist vom 26. April bis 10. Mai geplant. Besonders gebraucht für die vor Ort zu verrichtenden Arbeiten werden Schweißer, Schlosser und Maurer. Die Interessenten sollten mindestens 18 Jahre alt sein. Die Kosten für den Einsatz belaufen sich pro Teilnehmer auf rund 650 Euro. Darin enthalten sind Visum, Reisetickets, Verpflegung und Unterbringung.
Für weitere Fragen steht AM-Missionsreferent Albert Giesbrecht zur Verfügung. Tel. 02774/931420, Mail: a.giesbrecht(at)allianz-mission.de Er nimmt auch die Anmeldungen entgegen.

FeG Biebertal-Frankenbach verkauft Eis für Gooolgatha
24.10.2011 - A. Jeroma Ein leckeres Eis verspeisen und damit gleichzeitig ein soziales Projekt unterstützen: Das haben vor kurzem viele Gottesdienstbesucher der FeG Biebertal-Frankenbach getan. An einem schönem Spätsommertag wurden sie dort nach Ende des Gottesdienstes zum Eis essen eingeladen. Der Erlös kam dem Gooolgatha-Projekt des Bundes freier evangelischer Gemeinden und der Allianz-Mission zugute.
Die Mädchen und Jungen der Kinderstunde Frankenbach hatten für die Aktion eifrig Schokoladensoße gekocht, Sahne geschlagen und Streusel bereitgestellt, um den Besuchern leckere Eisbecher zu kreieren. Das Angebot wurde gerne angenommen, so dass ein Erlös von über 206 Euro zusammenkam. Mit den bereits dafür in den Vormonaten gesammelten Spenden wurden nun insgesamt 327,92 Euro auf das Projekt-Konto überwiesen.
Gooolgatha ist eine Hilfsaktion für Kinder in der nordbrasilianischen Metropole Recife. Die Mädchen und Jungen leben entweder schon auf der Straße oder stehen in der akuten Gefahr, bald dort zu landen. Sie kommen aus gefährdeten Familien, wachsen häufig ohne Vater auf oder hausen in den Favelas unter menschenunwürdigen Bedingungen. Bei Gooolgatha lernen diese Kinder Christen kennen, die ihnen von der Liebe Gottes erzählen. Ein breit gefächertes Sportangebot bietet vielen von ihnen die Möglichkeit, in einer sicheren Umgebung zu spielen ? vor allem Fußball. Und nach einem Torerfolg jubeln die Kinder dann meistens mit dem legendären Goool-Ruf, der dem Projekt bei der Namensgebung Pate stand.
Weitere Infos unter: www.gooolgatha.de und www.kinder.feg.de
AM-Missionare auf den Philippinen
von Taifun verschont
Schwere Stürme haben in den vergangenen Tagen den Norden der Philippinen heimgesucht. Nach zwei Taifunen binnen einer Woche sind mehrere Provinzen wegen Überschwemmungen von der Umwelt abgeschnitten. Tausende Menschen sind von den Wassermassen eingeschlossen, es gab bereits viele Todesopfer zu beklagen.
Die Missionare der Allianz-Mission und die von ihnen betreuten Gemeinden sind nicht von den Unwettern betroffen. Das berichtete jetzt AM-Missionar Wolfgang Herrmann aus der Hauptstadt Manila. "Sowohl wir Missionare als auch unsere Gemeinden haben von beiden schwere Taifunen nichts abbekommen", sagte er. Die Taifune wüteten vor allem im Norden des Landes. Laut Wolfgang Herrmann ist es für die AM-Missionare schwierig, in den betroffenen Gebieten konkret zu helfen. ?Wir können da nicht wirklich viel tun, weil wir einerseits keine Kontaktpersonen im Norden haben und andererseits unsere Möglichkeiten von hier begrenzt sind?, so Wolfgang Herrmann. Nach seinen Informationen versorgt die Regierung die betroffenen Menschen per Hubschrauber mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Materialien.
Sorgen macht den AM-Missionaren, dass kommende Woche der nächste Sturm droht. Laut den Vorhersagen könnte der diesmal den Norden der philippinischen Hauptinsel Luzon treffen, zu der die Hauptstadt Manila gehört. Sie liegt jedoch im südlichen Teil der Hauptinsel.
Leinen los!
Am 28.Mai 2011 besuchten fast 300 Kinder mit ihren Mitarbeitern die Allianz Mission in Ewersbach. Der Kronberg hatte sich in eine philippinische Insellandschaft verwandelt.
Ein Reisender berichtet:
Wir waren mit Kapitän Jun und seinem Matrosen Day in einem großen Boot unterwegs.

Dabei lernten wir Marielle kennen. Ihren Bruder hatten wir schon auf den Plakaten für das Kinder Missions Festival bestaunt.
Marielle und ihr Bruder erzählten uns, wie sie auf den Phipippinen leben.
Wir sangen auch in Tagalog. Tagalog ist die Sprache, die man auf den Philippinen spricht.
Na und irgendwann stiegen wir dann aus dem Boot und tobten uns bis zum Mittagessen aus dabei mussten wir zB Wasser transportieren, das war echt lustig und wir wurden dabei noch nicht mal nass.
Dann gab es echtes philippinisches Essen. Mhhh lecker. Das Essen wurde von richtigen Philippinas gekocht. Als wir den Bauch ganz voll hatten, stiegen wir in unsere kleinen Boote und reisten zu 10 verschiedenen Inseln.
Jede Insel war besonders.
In Luzon mussten wir Jeepneys beladen. 10 Gepäckstücke auf ein viel zu kleines Autodach.
In Negros mussten wir 10 Minuten lang chillen und dabei Eis essen.
In Mindanao angelten wir Fische und bekamen nur einen Punkt, wenn wir auch noch eine schwierige Frage beantworteten.
In Leyte brach der Vulkan aus und wir mussten uns über eine Rollenrutsche retten.
Zanboanga begeisterte uns wegen der tollen Blumen und den Super-Fotografen, die lustige Fotos von uns machten.
In Boracay genossen wir den schönen Strand und bauten Schlösser.
In Palawan haben wir unsere Wäsche gewaschen und in
Samar lernten wir Tagalog. Echt eine schwere Sprache.
In Bohol flogen uns die Vögel um die Ohren und in Cebu musste jeder sein eigenes Floß bauen..
Danach waren wir völlig KO.
Aber es gab eine super tolle Entschädigung. Bei einer spannenden Geschichte konnten wir ausruhen. Danach war es leider zu Ende. Kapitän Jun und seinem Matrose Day verabschiedeten sich.
Neue "Lufts" in Ewersbach

Seit April sind wir nun in der Vollzeit Vorbereitung für unseren Missionsdienst in Brasilien. Wir, dass sind Juliane und Walfried mit Laurentia und Linus Luft. Mit Beginn der Sommerferien in NRW werden wir dann auch von Witten nach Ewersbach ziehen. Hier werden wir eine für Missionare eingerichtete Wohnung beziehen und bis zur unserer Ausreise nach Brasilien Anfang Oktober wohnen.
In Brasilien werden wir in Curitiba wohnen, um erst mal die Sprachschule und das Kulturpraktikum zu absolvieren. Als Missionare der Allianz Mission möchten wir den Freien evangelischen Gemeinden in Brasilien helfen, Kindern Freude und Hoffnung für ihr Leben zu geben, indem sie Jesus Christus kennenlernen. Wie diese Hilfe unsererseits aussehen kann, wird sich noch zeigen. Bis dahin gehen wir einfach einen Schritt nach dem anderen.
Am 18. September 2011 wird unser Aussendungsgottesdienst in unserer Heimatgemeinde, der FeG Witten sein!
Wir sind echt gespannt, was wir auf unserem Weg mit Gott noch alles erleben werden. Wir freuen uns darauf!
Weitere Infos: luftspost.de

