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Geschichte der Allianz-Mission

 

Den Anstoß zur Gründung der Allianz-Mission gab der schwedisch-amerikanische Evangelist Fredrik Franson (1852-1908). Dieser hatte von dem bekannten Evangelisten Moody entscheidende Impulse für seinen Glauben und die Verkündigung erhalten. Franson, der hagere, mittelgroße Mann, bereiste die ganze Welt von Europa über China, Indien und Japan bis Neuseeland und Australien und hielt sogenannte "Erweckungsversammlungen", in denen nicht nur der Glaube beschrieben, sondern zu einer Entscheidung für Christus aufgerufen wurde. Er predigte in 40 Ländern vor Tausenden von Menschen. 14 Missionen und Gemeindebünde führen ihre Entstehung auf Franson zurück.

Als er nach Deutschland kam, fielen die Beurteilungen über seine Verkündigung sehr unterschiedlich aus. In jedem Fall hinterließ er Spuren. Eine Berliner Zeitung schrieb: "Der Franson und der Olson, die werden nicht matt, Berlin zu bekehren, die sündige Stadt!" In Wuppertal kamen viele Menschen aufgrund Fransons Verkündigung zum Glauben an Jesus Christus. Beeinflußt von Hudson Taylor, dem Gründer der damaligen englischen China-Inland-Mission, versuchte er, Missionare für China zu gewinnen. Taylor betete um 1000 Missionare für China. Franson wollte ihm die ersten 100 "liefern". Gemeinsam mit dem Wuppertaler Kaufmann Carl Polnick gründete er ein Missionskomitee. Die Mission nannte sich damals "Deutsche China-Allianz-Mission". Allianz, weil in dem Komitee Mitglieder aus den verschiedensten evangelischen Denominationen mitarbeiteten.

Seit 1922 nannte sich die Mission "Allianz-China-Mission", später "Allianz-Mission-Barmen" und heute Allianz-Mission. Schon kurz nach der Gründung dieses Komitees meldete sich eine ganze Reihe junger Männer und Frauen für den Dienst in China. Im Herbst 1890 reisten Josef Bender, Anstreicher aus Frankfurt/Main, Elisabeth Bäumer, Hausgehilfin aus Wuppertal, und Auguste Schnütgen, Tochter einer Kaufmannsfamilie aus Barmen, mit geringem Gepäck als erste Missionare der Allianz-Mission aus.
Die heimatlichen frommen Kreise waren empört: Nicht nur, daß hier eine Mission, zu deren Komitee noch nicht einmal ein Theologe gehörte und die ohne finanzielle Absicherung entstanden ist; nun wurden auch noch Frauen entsandt! Insgesamt reisten bis zum Ende des 2. Weltkrieges über 100 Missionare nach China aus.

Nachdem durch die kommunistische Regierung Chinas die Missionare als "unerwünschte Personen" erklärt wurden, mußten die letzten AM-Missionare 1952 China verlassen. Nach dem 2. Weltkrieg waren viele Gemeindehäuser zerstört. Flucht und Vertreibung und die Teilung Deutschlands waren schlechte Voraussetzungen für den Neubeginn einer Missionsarbeit. Im Vertrauen auf Jesus, den Herrn der Mission, wagte man trotzdem den Beginn einer Missionsarbeit in Japan. Die ersten sechs Japaner wurden am 21. April 1957 getauft.

1955 reisten die ersten Missionare des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, die später von der Allianz-Mission übernommen wurden, nach Brasilien aus. Offiziell begann die Missionsarbeit der Allianz-Mission 1962.

Anfang der 60er Jahre sollte ein wichtiger Schritt die Arbeit der Allianz-Mission nachhaltig prägen: Der Bund Freier evangelischer Gemeinden hatte bis dahin keine eigene Missionsgesellschaft, war aber finanziell und personell stark in der Allianz-Mission engagiert. Die Allianz-Mission war von ihrer Geschichte und ihrer Prägung eine Mission, die in vielen verschiedenen Gemeinden Missionsfreunde und Unterstützerkreise hatte. Die meisten kamen aber inzwischen aus dem Bund Freier evangelischer Gemeinden. So ging man strukturell den Schritt, der sich innerlich schon länger abgezeichnet hatte. Die Allianz-Mission wurde die Auslandsmission des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

Obwohl man in den 70er Jahren nicht an eine Ausweitung der Missionsarbeit gedacht hatte, führte es Gott, daß in den 80er und 90er Jahren viele Arbeitsgebiete hinzukamen.
1983 entsandte die Allianz-Mission die ersten Missionare in Zusammenarbeit mit der Mission der Evangelical Free Church of America auf die Philippinen.
Seit 1985 arbeiten Missionare in Mali/Westafrika, wo trotz mancher Hindernisse und Schwierigkeiten viele Menschen Jesus Christus kennengelernt haben und Gemeinden entstanden sind.
Seit 1986 sind ebenfalls Missionare in Tansania in Zusammenarbeit mit der Afrika-Inland-Kirche tätig.
In den 90er Jahren erhielten Europa und die GUS-Staaten stärkere Bedeutung für die Arbeit der Allianz-Mission. Inzwischen arbeiten Missionare in Belgien, Italien, Spanien und Österreich. Durch rußlanddeutsche Christen entstanden nach der Öffnung des "Eisernen Vorhangs" Kontakte nach Minsk/Weißrußland.
In den 90er Jahren sind auch die in Deutschland lebenden Ausländer in das Blickfeld der Allianz-Mission getreten. Seit 1998 arbeiten auch in Vietnam zwei Arztehepaare.

Zusammen mit anderen Missionaren, die wir an andere Missionsgesellschaften "ausgeliehen" haben, mit Shorttermern und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle in Deutschland arbeiten zurzeit ungefähr 150 Personen in der Missionsarbeit der Allianz-Mission.

Die Geschäftsstelle der Allianz-Mission befand sich bis in die 70er Jahre in Wuppertal, seit Anfang der 80er Jahre in Dietzhölztal-Ewersbach, ganz in der Nähe des Theologischen Seminars des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

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Fax 02774 / 93 14 14

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