Sri Lanka

Hannah und Jana auf Sri Lanka

„Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit.“ 1. Johannes 3,18

Für 2,5 Wochen waren wir, Hannah und Jana, auf Sri Lanka, bei Ursula und Sebastian Koduthore, einem Missionarsehepaar der Allianz Mission. „Nur 2,5 Wochen?“, könnte man sich nun fragen – Ja, die Zeit war viel zu kurz und trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, haben wir Vieles erlebt. Denn dadurch, dass wir nicht nur in einem Projekt, sondern aufgrund unseres kurzen Aufenthaltes an vielen Stellen mitgewirkt haben, konnten wir ganz unterschiedliche Dinge erleben und auf verschiedenste Weise Gutes tun und Gott erleben.

Unsere Hauptaufgabe war es, Nachhilfeunterricht in Englisch für zunächst zwei Jungs aus der ersten Klasse zu geben, später kam noch ein Mädchen dazu. In Sri Lanka ist das Schulsystem so aufgebaut, dass die Kinder, wenn sie in die Schule kommen, bereits lesen, schreiben und rechnen können müssen, was die meisten jedoch nicht können. Der Unterricht ist dann so aufgebaut, dass die Kinder ab der ersten Klasse eigentlich nicht ohne Nachhilfe auskommen, da die Lehrer ihr Geld nicht vorrangig über das Unterrichten in der Schule, sondern durch den Nachhilfeunterricht am Nachmittag verdienen und den Unterricht entsprechend „schlecht“ gestalten.

Die zwei Jungs stammen aus Familien, die der Gemeinde angehören, die Sebastian in Alurthwatte aufbaut. Alurthwatte ist ein sehr armes Dorf in Sri Lanka und ca. 14 km von Kandy, dem Ort an dem Ursula und Sebastian wohnen, entfernt. In Sri Lanka braucht man aufgrund des Verkehrs für eine solche Strecke meist 45 Minuten oder länger. Viele Eltern (so auch die unserer Nachhilfekinder) schicken ihre Kinder auf internationale Schulen, in denen der gesamte Unterricht auf Englisch stattfindet, um ihnen so bessere Grundlagen für ihre Zukunft zu geben. Jedoch können die Eltern oft selbst kaum oder kein Englisch und können den Kindern deshalb nicht beim Lernen oder den Hausaufgaben helfen. Die Kinder müssen bereits mit sechs Jahren eine dritte Sprache (neben den zwei Landessprachen Sinhala und Tamil) lernen. Für uns war es schön zu sehen, welchen Fortschritt die Kinder in der kurzen Zeit, nach anfänglichen Schwierigkeiten, gemacht haben und dass wir so einen Grundstein legen konnten. Es freut uns auch besonders, dass Sebastian nun weiterhin zweimal die Woche Nachhilfe gibt und die Kinder so dranbleiben können und dadurch ihre Zukunftschancen ein wenig verbessert werden.

Ein weiteres Projekt, bei dem wir mitgearbeitet haben ist „Lanka Child Action“. Dies ist ein Straßenkinderprojekt, bei dem Mütter, die keine Arbeit haben und auf der Straße betteln müssen, ihre Kinder tagsüber „abgeben“ können. Bei Child Action bekommen die Kinder drei Mahlzeiten am Tag, es wird mit ihnen gespielt, sie lernen Englisch, werden geduscht und bekommen frische Kleidung. In dem Zentrum, bei dem wir mitgearbeitet haben, sind Kinder von 0 bis 18 Jahren, jeweils in Altersgruppen unterteilt. Die Schulkinder kommen nach der Schule ins Zentrum, werden bei den Hausaufgaben unterstützt und bekommen teilweise auch Nachhilfeunterricht.

Wir waren bei den kleinen Kindern (Hannah bei den 0 bis 2-Jährigen und Jana bei den 2 und 3-Jährigen), haben mit ihnen gespielt, sie in den Schlaf gewogen, geduscht und versucht ihnen die Liebe Gottes zu schenken. Es war toll zu sehen, dass sie uns schon am zweiten Tag ins Herz geschlossen haben, bei uns auf dem Schoß saßen, auf uns rumkletterten, auf unserem Arm einschliefen und vieles mehr. Besonders emotional wurde es dann noch einmal an unserem letzten Abend in Kandy, als wir die Straße entlang liefen und zwei der Kinder aus Janas Gruppe auf der Straße bei ihrer bettelnden Mutter sahen.

Unsere dritte Tätigkeit war bei „Lanka Hands“, das ist ein christliches Selbsthilfeprojekt für Frauen und das „Ohrringprojekt“, die beide von Ursula geleitet werden. Bei Lanka Hands basteln benachteiligte Frauen unter Anleitung von Ursula wunderschöne Karten, nähen Taschenbälle, Schürzen, Täschchen und vieles mehr, um so zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen zu können. Beim Ohrringprojekt bastelt ein Familienvater (der Papa von einem unserer Nachhilfe-Jungs) Ohrringe, die dann auch verkauft werden und so zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Sowohl die Ohrringe als auch die Artikel von Lanka Hands werden in Deutschland verkauft. Die Artikel können Sie auf www.lankahands.de bestellen. Bei diesen Projekten haben wir viele Ohrringe gebastelt, deren Verkauf zusätzlich die Familie (die wir durch die Nachhilfe auch persönlich kennenlernen durften) unterstützt und kleine Aktualisierungen an der Homepage vorgenommen.

In unserer Freizeit gingen wir mit Ursula zum Ladys-Meeting, das sie in einer englischen Gemeinde in Kandy leitet. Wir waren Teil des Hauskreises von Sebastian und Ursula, ebenfalls von der englischen Gemeinde, haben einen Sari (das ist ein 6 m langes Tuch, das durch eine spezielle Wickeltechnik zum Kleid wird und von vielen Frauen in Sri Lanka getragen wird) anprobiert und haben als Familie mit Sebastian und Ursula zusammengelebt. Durch all diese Erfahrungen und Erlebnisse konnten wir sehr viel für uns und unseren Glauben mitnehmen.

Auch die Wochenenden konnten wir super nutzen und haben einiges in Sri Lanka gesehen. Wir waren im Gottesdienst einer englischen Gemeinde, haben den Zahntempel in Kandy besucht, waren bei einem Elefanten-Waisenhaus, im botanischen Garten, im Horton Plains Nationalpark, beim Löwenfelsen Sigiriya und am Strand. Die Natur in Sri Lanka ist sehr vielfältig und bereits nach zwei Stunden Autofahrt befindet man sich gefühlt in einer anderen Klimazone. Es war wunderschön, Gottes Schöpfung auf eine so vielfältige Art und Weise zu erleben und sich bei jedem Ausflug in seiner Hand geborgen fühlen zu können.

Wir sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, diesen Einsatz zu machen. Leider war die Zeit viel zu kurz und wir wären gerne länger geblieben! Wir konnten viel dazu lernen und sind in unserem Glauben gewachsen.

Be blessed, Hannah und Jana.

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