Daniel in Tansania

Beschenkt in Tansania

 

Im November 2016 kam in mir der Wunsch auf nach meinem Studium noch einen missionarischen Einsatz für 2,5 Monate zu machen, bevor ich in den Berufsalltag einsteige. Da ich leidenschaftlich Kinder- und Jugendarbeit mache, wollte ich dies am liebsten auch im Ausland tun.

Ich startete verschiedene Anfragen bei verschiedenen Missionsgesellschaften. Die Allianz Mission reagierte sofort und nach einigen Telefonaten bekam ich das Angebot bereits Anfang Februar 2017 mit der AM nach Tansania zu gehen, um dort in ein Kinder- und Waisenheim mitzuarbeiten. Genau das was ich gesucht hatte, die Vorbereitung lief total reibungslos und unbürokratisch ab und schon bald ging die Reise los!

Dort angekommen wurde ich von den Afrikanern überaus herzlich empfangen. Die Kinder sind mir von der ersten Minute ans Herz gewachsen. Zunächst ist man sehr damit beschäftigt all die neuen Eindrücke überhaupt zu verarbeiten. Anderes und gewöhnungsbedürftiges essen, drückende Armut im Land, herzzerreißende persönliche Schicksaale, perspektivlose Zukunftsaussichten und vieles mehr. Doch anstatt sich darüber zu beklagen oder traurig zu sein begegnen die Menschen ihrer Situation ganz anders. So viel Dankbarkeit habe ich bisher an keinem anderen Ort der Welt erlebt, so viel Fröhlichkeit wie im Gottesdienst noch nie gesehen und selten so viel gelacht. Erstaunt war ich auch darüber wie wichtig den Menschen, zumindest im Waisenheim, Jesus ist. An ihn hängen sie sich, für ihn leben sie – diese starke Liebe und vertrauensvolle Abhängigkeit zu unserem Herrn wünsche ich mir auch für mein Leben!

Mein Ansprechpartner im Waisenheim war kein Missionar, sondern Pastor Micah Ngussa, der dieses Waisenheim indem heute mehr als 120 Kinder leben selbst aufgebaut hat. Ein sehr liebenswerter Mensch, der mir alle Freiheiten gelassen hat und mir vollstes Vertrauen entgegengebracht hat. Dies habe ich sehr genossen, so konnte ich das tun was ich am sinnvollsten erachtet habe und wo die Hilfe am nötigsten war. Beispielsweise habe ich zu Beginn in der Grundschule unterrichtet, dann aber relativ schnell gemerkt, dass dies nicht mein Platz ist. Stattdessen habe ich mehrmals die Woche abends gepredigt, sich auf Englisch zu verständigen war kein Problem und für die kleinen Kinder wurden meine Worte in die Landessprache Suaheli übersetzt. An anderen Tagen bin ich mit den Kindern auf den Markt um ihnen Kleider oder Schuhe zu kaufen. Immer wieder kam es auch vor, dass wir gemeinsam ins Krankenhaus gefahren sind, weil Krankheiten oft ein Problem im Waisenhaus darstellen. So sah jeder Tag total anders aus, man wusste selten morgens was einen heute erwarten würde und doch konnte ich jeden Abend vor dem Einschlafen fröhlich und dankbar auf das Erlebte zurückschauen.

Ein Highlight meiner Arbeit in Tansania waren die Straßeneinsätze. In der Stadt Mwanza wohnen 2,8 Millionen Menschen und hunderte von Kindern leben auf der Straße. Da mich dieses Leid sehr bewegt hat, habe ich mich regelmäßig mit Einheimischen Jugendlichen aus dem Waisenheim auf den Weg gemacht, um Zeit mit den Straßenkindern zu verbringen. Wir haben mit ihnen geredet und ihnen unsere Aufmerksamkeit geschenkt. Da der Victoriasee nicht weit war, konnten sich die Kinder mit unserer mitgebrachten Seife waschen und ihre Kleider reinigen. Dabei war es uns sehr wichtig, nicht nur menschliche Hilfe zu leisten sondern ihnen auch von Jesus zu erzählen, der sie nicht vergessen hat und unbeschreiblich liebt. Es ist kaum zu beschreiben wie groß die Freude und der Ansturm war, wenn wir danach noch jedem Kind für 40 Cent ein Mittagessen gekauft haben. Hin und wieder konnten wir auch Kinder zu ihren Familien oder Verwandten zurückbringen, damit sie dem harten und grausamen Alltag auf den Straßen Mwanzas entkommen können.

Ich dachte ich gehe nach Tansania, um den Kindern und Menschen dort zu helfen und ihnen etwas Gutes zu tun. Stattdessen kann ich rückblickend sagen, dass ich der derjenige war der am meisten beschenkt wurde. Von den Menschen und vor allem von Gott, mit vielen wertvollen Erfahrungen im Gepäck, tollen Erinnerungen, jeder Menge Fotos und großer Dankbarkeit. Ich kann jedem nur Mut machen, sich auf das Abenteuer eines missionarischen (Kurzzeit)Einsatzes mit Gott einzulassen und sich von ihm gebrauchen zu lassen! Es lohnt sich!

Gott mit Euch,

Daniel Knauf

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