Theresa in Poitiers

Coucou!

 

Mein Name ist Theresa Eversberg, ich bin 24 Jahre alt und studiere Lehramt mit den Fächern Französisch und ev. Religion. In meiner Studienzeit ist ein Praktikum vorgesehen, dass in einer außerschulischen Institution absolviert werden soll. Ich habe mich in diesem Zusammenhang dafür entschieden, meine Praktikumszeit bei der Allianz Mission durchzuführen. Ursprünglich war mein Plan in das französische Poitiers zu gehen, denn die ausgeschriebene Stelle und die Nähe zu meinem Zuhause, hörten sich für mich attraktiv an. Durch verschiedene Umstände war dort jedoch kein Platz und ich wurde auf Eric van der Does verwiesen, dessen Gemeinde in Pau im Südwesten von Frankreich liegt. Erst war ich unsicher, ob das neue Angebot das Richtige für mich war, aber ich schätze, Gott hat es für mich eingefädelt. Eric und ich haben die Formalitäten geklärt und am 19. September 2017 stieg ich also in den Flieger Richtung Pau, Frankreich. Ich wohnte mit dem Pastorenehepaar, Eric und Yvonne van der Does und einer Amerikanerin, Olivia, die an der Universität von Pau Vorlesungen besuchte, im Pfarrhaus am Rande der Stadt in einem schönen Haus mit einer tollen Terrasse. Ich fühlte mich sofort wohl und willkommen.

Ich hatte ein paar Tage, um mich einzurichten und die Stadt zu erkunden, bis ich am folgenden Wochenende direkt die Gemeinde auf einer kleinen Wochenendfreizeit kennen lernen sollte. Das Freizeitgelände „Vers les cimes“ liegt in den Pyrenen auf 800m und ist mit einem großen Grundstück mit 3 Schlafhäusern, einem Hauptgebäude und einer wunderschönen alten Scheune optimal für Freizeiten. Wir hatten unheimliches Glück mit dem Wetter, die ganze Zeit schien die Sonne. Am ersten Abend wurde ich offiziell vorgestellt und auch von der Gemeinde herzlich willkommen geheißen. Ich führte sofort einige Gespräche (auch wenn die noch sehr holprig waren, da ich nicht alle auf Anhieb verstand). Eric hatte mir angeboten, mich um die u3 jährigen in der Zeit der Gottesdienste und Andachten zu kümmern. Mit Olivia und 2 jungen Mädchen aus der Gemeinde wurde die Betreuung zu einem richtigen Spaß. Es war eine wirklich tolle Möglichkeit, mich vorzustellen und in die Gemeinde einzubinden. Ich habe dort bereits die meisten der Mitglieder getroffen und konnte mir einige Gesichter und Namen merken. Wir verbrachten ein wunderschönes Wochenende mit Spiel, Spaß, Gebet, Gottesdienst und gutem Essen.

Nach dem Wochenende stieg ich dann richtig in meine Arbeit und mein Leben in Pau ein. Eric hatte mir einige Vorschläge gemacht, welche Aufgaben ich in meiner Zeit dort übernehmen könnte. Ich verstand mich auf Anhieb super mit ihm und auch mit Yvonne. Wir fanden schnell einen Draht zueinander, was mir die Arbeit sehr erleichterte. Jeden Dienstag trafen wir uns, um gemeinsam im Kolosserbrief zu lesen und Eric gab mir seine Gedanken weiter. Diese Treffen taten mir sehr gut und regten mich dazu an, wieder mehr das Gespräch und die Beziehung zu Jesus Christus zu suchen. Auch die Ehe der beiden und ihre Zusammenleben beeindruckte mich.

Jeden Dienstag Abend wurde ich Teil der sogenannten „Prépa-culte“, der groben Vorbereitung für den kommenden Gottesdienst. Wir besprachen kurz die Predigt und setzten die zu singenden Lieder und den groben Rahmen des Gottesdienstes fest. Meine Aufgabe war vor allem das Protokollieren, ich habe mich aber gegen Ende der Zeit auch immer mehr einbringen können (als die Sprachbarrieren nachließen). Auch diese Zeit empfand ich als sehr bereichernd, da der Austausch mit Mitgliedern des Leitungskreises mir sehr gut tat. Vor allem zu einem deutschen Ehepaar konnte ich eine enge Beziehung aufbauen, der Mann war der Präsident der Gemeinde ( am ehesten vergleichbar mit unserem Ältestenkreis ). Ich besuchte den Hauskreis von Corinna und Dirk und verbrachte so gut wie jeden Freitag bei Ihnen.

Zu meinen Aufgaben gehörte auch das „Memento“ zu gestalten und Infos an die Leiter der verschiedenen Kleingruppen des Gottesdienstes zu schicken. Das Memento enthielt einen Ablauf des Gottesdienstes, den Predigttext und kleinere Infos für das Gemeindeleben der kommenden Woche. Es wurde jedem Besucher am Sonntag als Begrüßung an der Tür mitgegeben. Kleinere Vorbereitungen, wie Dekorieren des Gemeindesahls oder die Power Point Präsentation für den Gottesdienst erstellen, gehörten des weiteren zu meinen Aufgaben. Sie füllten den Vormittag. Den Nachmittag konnte ich meistens frei gestalten. Die Arbeit machte mir großen Spaß. Da mir diese Aufgaben so gut wie vollständig übertragen wurden, konnte ich sie frei bearbeiten und hatte das Gefühl, ich entlaste Eric und kann ihm wirklich helfen.

Montags abends fand der „GBU – groupes bibliques universitaires“ statt, den ich regelmäßig besuchte. Wir lasen zusammen den Römerbrief und hatten gute Gespräche.

Mein zweites Highlight war eine Art Bundesjugendtreffen mit dem Teentreff, „Union Jeunes“ mit dem Thema „True Love“. Das Hauptgebäude, in dem alle gemeinschaftlichen Aktionen stattfanden, lag wunderschön in der Natur. Wir konnten trotz des relativ kalten Wetters viel draußen sein und die Sonne genießen. Während die Teens die Möglichkeit hatten, an verschiedenen Seminaren teilzunehmen, gab es auch für die Betreuer ein extra Atelier, welches von einem Ehepaar geleitet und sehr gut gehalten wurde. Wir versuchten, die Perspektive der Teens einzunehmen und hypothetische Fragen zu diskutieren. Ich lernte auf der Veranstaltung die Teens aus der Gemeinde besser kennen und lieben. Die jungen Redner kamen sowohl bei den Teens als auch bei mir persönlich sehr gut an. Es gab außer den Seminaren und den Andachten einen Disko-Abend, einen Worship-Abend und viel Gelegenheit für Sport und Begegnung. Durch dieses Wochenende wurde auch die Freundschaft zu den anderen Betreuern aus der Gemeinde intensiver und besser. Gott hat dieses Wochenende großartig gesegnet.

Mit einigen Mädels aus der Gemeinde bildete sich eine kleine Clique heraus. Wir machten zusammen Sport oder gingen zusammen in der Stadt. Diese Mädels sind mir wirklich ans Herz gewachsen und es viel mir am Ende wirklich außerordentlich schwer „au revoir“ zu sagen. Ich habe sie wirklich sehr lieb gewonnen. Genauso wie Eric und Yvonne. Wir aßen fast jeden Mittag und jeden Abend zusammen und hatten immer eine tolle Gemeinschaft. Da Yvonne relativ lange gearbeitet hat, versuchte ich auch im Haushalt viel mitzuhelfen und sie so gut es ging zu unterstützen. Wir kochten oft gemeinsam oder backten Kekse für die Prépa-Culte. Sie ist eine ausgezeichnete Köchin!

Ich könnte noch so viel mehr erzählen, doch würde das wohl den Rahmen sprengen. Alles in allem hat mir die Zeit in der „église évangelique libre de Pau“ mehr als gut getan. Ich fühlte mich von Anfang an willkommen und sehr wohl. Ich habe selten so nette, zuvorkommende und gastfreundliche Leute kennen gelernt, wie die aus der Gemeinde in Pau. Ich habe viele neue Freunde, eine neue Familie und eine zweite Gemeinde gefunden. Aber vor allem hatte ich die Möglichkeit, meine Beziehung zu Jesus Christus zu stärken und ihm dort zu dienen. Gott hat den Aufenthalt einfach gesegnet und genauso konnte ich selbst ein Segen für die Gemeinde sein. Ich habe sie so sehr in mein Herz geschlossen, dass ich auf jeden Fall wieder und öfter hinfahren werde. Und nebenbei hat sich natürlich auch mein Französisch verbessert ;)

Mut machen möchte ich allen, die mit dem Gedanken spielen, eine Zeit im Ausland zu verbringen, dies auch umzusetzen.

Bei der Allianz Mission möchte ich mich an dieser Stelle für ihre Unterstützung ganz herzlich bedanken :)

Bisous Theresa

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